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Dispositionale Einflüsse auf Motivationsgewinne von schwächeren Gruppenmitgliedern

Weber, Bernhard and Wittchen, Marion and Hertel, Guido (2011) Dispositionale Einflüsse auf Motivationsgewinne von schwächeren Gruppenmitgliedern. In: Mensch, Technik, Organisation - Vernetzung im Produktentstehungs- und -herstellungsprozess, pp. 473-476. GfA Press. 57. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, 23.-25. März 2011, Chemnitz. ISBN 978-3-936804-10-2

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Abstract

Während in der Gruppenforschung lange Zeit vorwiegend Motivationsverluste während der Gruppenarbeit im Vergleich zu Einzelarbeit untersucht wurden (z.B. „soziales Faulenzen“; „Trittbrettfahren“), gibt es seit einigen Jahren vermehrt Hinweise darauf, dass unter bestimmten Umständen Personen während der Gruppenarbeit auch höhere Anstrengungen im Vergleich zu Einzelarbeit entwickeln können. Solche „Motivationsgewinne in Gruppen“ wurden sowohl für leistungsstärkere (z.B. Williams & Karau 1991) als auch für leistungsschwächere Gruppenmitglieder berichtet (z.B. Hertel et al. 2000). Schwächere Gruppenmitglieder erbringen vor allem dann Höchstleistungen, wenn ihr Beitrag zum Gruppenergebnis unverzichtbar ist oder aber wenn sozialer Wettbewerb ausgelöst wird. Neuere Studien weisen darüber hinaus darauf hin, dass die Relevanz dieser beiden motivationalen Prozesse durch personale Faktoren moderiert wird. So zeigten Frauen bspw. eher Motivationsgewinne aufgrund sozialer Verantwortung, während bei Männern häufig sozialer Wettbewerb bedeutsamer ist (s. Weber & Hertel 2007). In einem Online-Experiment (N = 50 Frauen und 38 Männer) mit einem 2 (Aufgabenstruktur: konjunktiv vs. koaktiv) x 2 (Einzel- vs. Gruppenarbeit) Design wurde erstmals überprüft, inwiefern dispositionale Faktoren im Zusammenhang mit sozialen Wertorientierungen Motivationsgewinne in Gruppen moderieren. Dabei sollten die Probanden in einem fiktiven Online-Reisebüro Pauschalreisen für Kunden alleine bzw. in Zweierteams zusammenstellen. Die Ergebnisse bestätigen die Annahme, dass stärker wettbewerbsorientierte Personen Motivationsgewinne aufgrund von sozialem Wettbewerb, und stärker gruppenorientierte Personen Motivationsgewinne aufgrund der sozialen Unverzichtbarkeit ihres Beitrags für die Gruppe zeigen. Praktische Implikationen für die Gestaltung von virtuellen und konventionellen Gruppen werden diskutiert.

Item URL in elib:https://elib.dlr.de/73432/
Document Type:Conference or Workshop Item (Speech)
Title:Dispositionale Einflüsse auf Motivationsgewinne von schwächeren Gruppenmitgliedern
Authors:
AuthorsInstitution or Email of AuthorsAuthors ORCID iD
Weber, BernhardBernhard.Weber (at) dlr.deUNSPECIFIED
Wittchen, MarionUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Hertel, GuidoUNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Date:March 2011
Journal or Publication Title:Mensch, Technik, Organisation - Vernetzung im Produktentstehungs- und -herstellungsprozess
Open Access:Yes
Gold Open Access:No
In SCOPUS:No
In ISI Web of Science:No
Page Range:pp. 473-476
Publisher:GfA Press
ISBN:978-3-936804-10-2
Status:Published
Keywords:Gruppenarbeit, Motivationsgewinne, soziale Unverzichtbarkeit, sozialer Vergleich.
Event Title:57. Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft
Event Location:Chemnitz
Event Type:national Conference
Event Dates:23.-25. März 2011
Organizer:GfA
HGF - Research field:other
HGF - Program:other
HGF - Program Themes:other
DLR - Research area:no assignment
DLR - Program:no assignment
DLR - Research theme (Project):no assignment
Location: Oberpfaffenhofen
Institutes and Institutions:Institute of Robotics and Mechatronics (until 2012) > Robotic Systems
Deposited By: Weber, Dr. Bernhard
Deposited On:23 Dec 2011 14:52
Last Modified:31 Jul 2019 19:34

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