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Die Individualität des Schlafes – Schlafstadienanteile einer Basisnacht und einer Erholungsnacht nach 58 Stunden Wachheit: individuell und stabil

Hennecke, E. and Elmenhorst, Eva-Maria and Elmenhorst, D. and Bauer, A. and Aeschbach, D. (2016) Die Individualität des Schlafes – Schlafstadienanteile einer Basisnacht und einer Erholungsnacht nach 58 Stunden Wachheit: individuell und stabil. In: Somnologie, 20, p. 39. 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), 01.-03.12.2016, Dresden.

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Abstract

Fragestellung: Die Schlafarchitektur ist ein individuell stabiles Maß. In einer Erholungsnacht nach Schlafentzug ist meist der Anteil von Tiefschlaf größer und die Wachdauer / N1 geringer als in einer normalen Nacht. Studien, die Schlaf nach einer verlängerten Wachphase untersuchen, sehen häufig eine Erholungsnacht von 8-10 Stunden vor, obwohl gezeigt wurde, dass Menschen nach Schlafentzug zwischen 12 und 15 Stunden schlafen. Aus diesem Grund gingen wir der Frage nach, ob die individuelle Schlafarchitektur auch in der Erholungsnacht erhalten bleibt, wenn diese eine ausreichende Schlafdauer vorsieht. Methoden: 17 gesunde Männer (mittleres Alter 27±5 (SD) Jahre) erfuhren nach einer Adaptationsnacht und einer Basisnacht von jeweils 8 Stunden (23:00 – 7:00) akuten Schlafentzug für 58 Stunden. Im Anschluss gab es eine 14-stündige Erholungsnacht (17:00 – 7:00). Die Nächte wurden mittels Polysomnographie aufgezeichnet (EEG: C4-A1, O2-A1, F4-A1; EOG; EMG; EKG). Die Daten wurden nach AASM-Kriterien ausgewertet. Ergebnisse: Gepaarte T-Tests zum Vergleich der prozentualen Anteile der Schlafstadien der Basis- und Erholungsnacht (SPT) zeigten keinen signifikanten Unterschied zwischen N2 (p = 0,8), N3 (p = 0,72), REM (p = 0,58) und Wach (p = 0,26). Nur für N1 (p = 0,01) war der Anteil in der Basisnacht erhöht. Korrelationen für die prozentualen Anteile der Schlafstadien zwischen Basis- und Erholungsnacht waren signifikant für N1 (r = 0,57; p = 0,02), N2 (r = 0,77; p < 0,001), N3 (r = 0,7; p = 0,002) und Wach (r = 0,71; p = 0,001). REM (r = 0,39; p = 0,12) zeigte keine signifikante Korrelation. Ein gepaarter T-Test, der N3 im ersten Schlafzyklus verglich, zeigte, dass N3 im ersten Zyklus der Erholungsnacht erhöht war (p = 0,01). Schlussfolgerung: Die Schlafarchitektur scheint auch bei sich änderndem Schlafdruck ein recht stabiles, individuelles Merkmal zu sein. Die Anteile der verschiedenen Schlafstadien in den Nächten weisen, bis auf N1, keine statistischen Unterschiede auf und zeigen meist hohe Korrelationen. Auch wenn nach Schlafentzug zuerst der Tiefschlaf aufgeholt wird, gleichen sich die Anteile der meisten Schlafstadien der Basisnachtbedingung an, sofern eine genügend lange Schlafdauer zur Erholung ermöglicht wird.

Item URL in elib:https://elib.dlr.de/109166/
Document Type:Conference or Workshop Item (Speech)
Title:Die Individualität des Schlafes – Schlafstadienanteile einer Basisnacht und einer Erholungsnacht nach 58 Stunden Wachheit: individuell und stabil
Authors:
AuthorsInstitution or Email of AuthorsAuthors ORCID iD
Hennecke, E.eva.hennecke (at) dlr.deUNSPECIFIED
Elmenhorst, Eva-Mariaeva-maria.elmenhorst (at) dlr.dehttps://orcid.org/0000-0003-0336-6705
Elmenhorst, D.UNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Bauer, A.UNSPECIFIEDUNSPECIFIED
Aeschbach, D.daniel.aeschbach (at) dlr.deUNSPECIFIED
Date:2016
Journal or Publication Title:Somnologie
Refereed publication:Yes
Open Access:Yes
Gold Open Access:No
In SCOPUS:No
In ISI Web of Science:No
Volume:20
Page Range:p. 39
Series Name:Supplement 1
Status:Published
Keywords:sleep, sleep deprivation, recovery
Event Title:24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)
Event Location:Dresden
Event Type:national Conference
Event Dates:01.-03.12.2016
HGF - Research field:Aeronautics, Space and Transport
HGF - Program:Space
HGF - Program Themes:Research under Space Conditions
DLR - Research area:Raumfahrt
DLR - Program:R FR - Forschung unter Weltraumbedingungen
DLR - Research theme (Project):R - Projekt :envihab
Location: Köln-Porz
Institutes and Institutions:Institute of Aerospace Medicine > Flight Physiology
Deposited By: Sender, Alina
Deposited On:15 Dec 2016 17:30
Last Modified:31 Jul 2019 20:06

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