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Nächtliches Erwachen durch Bahnlärm und Fluglärm: Feldstudien im Rheintal und am Flughafen Köln/Bonn

Elmenhorst, E.-M. und Pennig, S. und Rolny, V. und Quehl, J. und Müller, U. und Maass, H. und Basner, M. (2012) Nächtliches Erwachen durch Bahnlärm und Fluglärm: Feldstudien im Rheintal und am Flughafen Köln/Bonn. 50. Jahrestagung der DGLRM, 27.-29.09.2012, Bonn.

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Kurzfassung

Verkehrslärm ist ein allgegenwärtiger Einflussfaktor in unserer Gesellschaft. Nicht alle Verkehrsträger wirken jedoch in gleicher Weise belastend bzw. belästigend. Aus großangelegten Befragungen ist bekannt, dass Fluglärm belästigender empfunden wird als Bahnlärm. Eine Laboruntersuchung am DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin zu Reaktionen im Schlaf auf nächtlichen Flug-, Straßen- und Bahnlärm zeigte hingegen, dass die Wahrscheinlichkeit durch Fluglärm geweckt zu werden niedriger ist als durch Bahnlärm. In einer Feldstudie wurde der Zusammenhang von nächtlichem Bahnlärm und dem daraus folgenden Erwachen aus dem Schlaf untersucht und mit gleichartigen Ergebnissen aus einer Feldstudie zu nächtlichem Fluglärm verglichen. 33 gesunde Versuchspersonen (mittleres Alter 36.2 Jahre ± 10.3 Jahre (SD); 22 Frauen, 11 Männer) wurden an neun aufeinander folgenden Nächten an den stark befahrenen Bahnstrecken des Rheintals zwischen Köln und Bonn mit Polysomnographie untersucht. Die Berechnung der ereigniskorrelierten Aufwachwahrscheinlichkeiten beruhte auf 8866 Bahngeräuschen. In einer weiteren Analyse wurden diese Daten mit den Daten von 61 Versuchspersonen und 10658 Fluggeräuschen zusammengeführt, so dass ein direkter Vergleich der Wirkungen in einem Modell möglich war. Die Wahrscheinlichkeit aus dem Schlaf zu erwachen bzw. in das leichteste Schlafstadium S1 zu wechseln erhöhte sich für Bahnlärm signifikant von 6.5% bei 35 dB(A) auf 20.5% bei 80 dB(A) maximaler Schalldruckpegel (LAFmax). Neben dem Schalldruckpegel war die Anstiegssteilheit des Geräuschs ausschlaggebend für erhöhte Aufwachwahrscheinlichkeiten. Im Vergleich von Bahn- und Fluglärm zeigte sich ein Anstieg in den Aufwachwahrscheinlichkeiten in der Reihenfolge Personenzüge > Flugzeuge > Güterzüge. Nächtlicher Lärm von Güterzügen führt zu signifikant erhöhten Aufwachwahrscheinlichkeiten, die die von Fluglärm übersteigen. Damit wurden die Ergebnisse aus der DLR Laborstudie bestätigt. Das Belästigungsurteil scheint somit unabhängig von den physiologischen Reaktionen während des Schlafs gebildet zu werden. Die Anstiegssteilheit der Lärmereignisse ist ein wichtiger Faktor, der zu den unterschiedlichen Lärmwirkungen von Güterzügen, Personenzügen und Flugzeugen beiträgt.

Dokumentart:Konferenzbeitrag (Vortrag)
Titel:Nächtliches Erwachen durch Bahnlärm und Fluglärm: Feldstudien im Rheintal und am Flughafen Köln/Bonn
Autoren:
AutorenInstitution oder E-Mail-Adresse der Autoren
Elmenhorst, E.-M.eva-maria.elmenhorst@dlr.de
Pennig, S.sibylle.pennig@dlr.de
Rolny, V.NICHT SPEZIFIZIERT
Quehl, J.julia.quehl@dlr.de
Müller, U.uwe.mueller@dlr.de
Maass, H.hartmut.maass@dlr.de
Basner, M.mathias.basner@dlr.de
Datum:2012
Status:veröffentlicht
Stichwörter:railway noise, aircraft noise, awakening reaction, sleep
Veranstaltungstitel:50. Jahrestagung der DGLRM
Veranstaltungsort:Bonn
Veranstaltungsart:nationale Konferenz
Veranstaltungsdatum:27.-29.09.2012
HGF - Forschungsbereich:Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr
HGF - Programm:Luftfahrt
HGF - Programmthema:ATM und Flugbetrieb
DLR - Schwerpunkt:Luftfahrt
DLR - Forschungsgebiet:L AO - Luftverkehrsmanagement und Flugbetrieb
DLR - Teilgebiet (Projekt, Vorhaben):L - Faktor Mensch und Sicherheit in der Luftfahrt
Standort: Köln-Porz
Institute & Einrichtungen:Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin > Flugphysiologie
Hinterlegt von: Alina Sender
Hinterlegt am:30 Okt 2012 09:37
Letzte Änderung:30 Okt 2012 09:37

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