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Langzeiteffekten von Kurzstreckenflügen auf der Spur

Vejvoda, M. und Basner, M. (2010) Langzeiteffekten von Kurzstreckenflügen auf der Spur. AeroRevue (3/2010), Seiten 32-34. ISSN 0001-9186.

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Kurzfassung

Belastung und Beanspruchung des Cockpit- und Kabinenpersonals sind im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin seit vielen Jahren Thema wissenschaftlicher Unter-suchungen. Sie konzentrierten sich bisher auf einzelne, als schwierig eingestufte Flugstrecken, überwiegend auf der Langstrecke mit relativ kurzen Untersuchungs-zeiträumen (Messdauer im Bereich von 9 Tagen). Langfristige Effekte, die bei Einsätzen über viele Tage oder Wochen auftreten und von erheblicher Bedeutung für die Belastung und Erholung des fliegenden Personals sein können, wurden bisher kaum berücksichtigt. Daher wurde vom DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin eine Untersuchung auf der Kurzstrecke an 29 Piloten der B737-Flotte (12 Kapitäne, Alter: 42,0 ± 3,8 Jahre und 16 Erste Offiziere, Alter: 27,4 ± 2,2 Jahren) durchgeführt. Bei jedem Piloten sollte über einen Zeitraum von 8 Wochen überprüft werden, ob es zu langfristigen, kumulativen Effekten auf das Schlaf-Wach-Verhalten, die Ermüdung und die Erholung kommt. Die Unter-suchung sollte bei jeder Versuchsperson nach einem Urlaub von mindestens 10 Tagen beginnen. Die vorher definierten Kriterien (z.B. Alter, Dienstjahre, Vollzeitbeschäftigung, etc.) wurden eingehalten. Innerhalb des Untersuchungszeitraums wurden von jeder Versuchsperson kontinuierlich Messdaten zur körperlichen Aktivität aufgezeichnet. Darüber hinaus wurden Einsatzzeiten, Flugabschnitte und Zielorte sowie das Schlaf-Wach-Verhalten durch exaktes Führen eines Flug- und Schlaftagebuchs dokumentiert. Die objektive Leistungsfähigkeit wurde mit Hilfe einer computergestützten Reaktionszeit-aufgabe erfasst. Die subjektive Ermüdung und Arbeitsbelastung wurden mittels geeigneter Fragebögen ermittelt. Alle Messungen waren so geplant, dass sie die Tätigkeiten während des Dienstes nicht beeinträchtigten. Eine der wenigen weltweit durchgeführten Studien über einen so langen Zeitraum ergab, dass unter den untersuchten Bedingungen, also bei „normalen“ Einsatzzeiten, keine kumulativen Effekte beim fliegenden Personal auf der Kurzstrecke zu sehen waren. Akute Effekte waren jedoch ab einer Flugdienstzeit von mehr als 10 Stunden und bei mehr als 4 Flugabschnitten/Tag zu erkennen. Mit den Daten dieser Studie konnte eine wissenschaftliche Datenbasis zur Belastung und Ermüdung von Piloten auf der Kurzstrecke geschaffen werden, um einen sachgerechten Beitrag zur Diskussion bezüglich der Flugdienst- und Ruhezeitenregelung auf europäischer Ebene zu leisten.

Dokumentart:Zeitschriftenbeitrag
Titel:Langzeiteffekten von Kurzstreckenflügen auf der Spur
Autoren:
AutorenInstitution oder E-Mail-Adresse der Autoren
Vejvoda, M.martin.vejvoda@dlr.de
Basner, M.mathias.basner@dlr.de
Datum:März 2010
Erschienen in:AeroRevue
Referierte Publikation:Nein
In SCOPUS:Nein
In ISI Web of Science:Nein
Seitenbereich:Seiten 32-34
ISSN:0001-9186
Status:veröffentlicht
Stichwörter:Aktivität, Arbeitsbelastung, Belastung, Beanspruchung, Ermüdung, Flight Crew, Handheld PC, Kumulative Effekte, Kurzstrecke, Langzeitmessung, Leistungsfähigkeit, Schlaf
HGF - Forschungsbereich:Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr
HGF - Programm:Luftfahrt
HGF - Programmthema:ATM und Flugbetrieb
DLR - Schwerpunkt:Luftfahrt
DLR - Forschungsgebiet:L AO - Luftverkehrsmanagement und Flugbetrieb
DLR - Teilgebiet (Projekt, Vorhaben):L - Faktor Mensch und Sicherheit in der Luftfahrt
Standort: Köln-Porz
Institute & Einrichtungen:Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin > Flugphysiologie
Hinterlegt von: Alina Sender
Hinterlegt am:28 Apr 2010 12:11
Letzte Änderung:26 Mär 2013 13:16

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