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Monitoring der Verkehrswege mit Hilfe von Radarsatelliten

Runge, Hartmut (2009) Monitoring der Verkehrswege mit Hilfe von Radarsatelliten. Sicherung der Warenketten, 05. Feb. 2009, Bonn, Germany.

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Kurzfassung

Ziel des Projektvorschlags ist es, modernste Satelliten-Radartechnik, in der Deutschland eine führende Rolle auf der Welt innehat, für die Sicherung der Verkehrsinfrastruktur nutzbar zu machen. Unsere Gesellschaft basiert auf einer gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur. Die Straßen- und Schienennetze sind quasi die Lebensadern unseres Landes. Wenn die Verkehrsinfrastruktur durch Naturkatastrophen, terroristische Anschläge oder andere massive Einwirkungen geschädigt wird, ist die Versorgung der Bevölkerung mit Nah-rungsmitteln und Treibstoffen und die der Fabriken mit Rohstoffen gefährdet. Weiterhin käme es zu Produktions- und Lieferausfällen, da die Waren die Produktionsstätten nicht verlassen können oder die Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze nicht mehr erreichen können. Große wirtschaftliche Sekundärschäden wären die Folge. Lokale Störungen können durch die weltweite Vernetzung der Produktionswege überregionale Auswirkungen haben. Als Beispiele für neuralgische Punkte in der Verkehrsinfrastruktur seien die Zufahrten zu Häfen und zu den Raffinerien genannt. Auch eine längerfristige Unterbrechung von Autobahnen, z. B. durch Überflutungen oder Brückenschäden, würde zu Schwierigkeiten führen. Bei Bränden kann die Sicht so weit eingeschränkt sein, dass ebenfalls kein Straßenverkehr mehr möglich ist. Noch schwerwiegender wäre es, wenn in einer ganzen Region der Verkehr flächendeckend zum Erliegen käme, z. B. durch eine chemische, biologische, radiologische oder nukleare (CBRN) Verseuchung. In diesem Fall müsste es keine Schäden an der Infrastruktur geben, um Personen und Warentransporte in einer Region zu verhindern. Hinzu kommt die Problematik, dass durch die Behinderungen auch die Polizei, Hilfs- und Rettungskräfte die Katastrophenregion nur noch eingeschränkt erreichen kön-nen. Unmittelbar nach Eintreten einer größeren Katastrophe mangelt es den Einsatzkoordinatoren insbesondere an genauen Informationen über die regionale Ausdehnung und die durch die Katastrophe betroffenen Verkehrswege. Durch die Bearbeitung des vorliegenden Projektvorschlags könnten zeitnah wertvolle Information bereit gestellt werden, die die Auswirkungen von Schäden an der Verkehrsinfrastruktur mindern können, z. B. indem Ausweichrouten angegeben werden. Durch den Blick von oben erhält das Katastrophenmanagement insgesamt einen besseren Überblick über die Situation und damit eine solidere Basis für die notwendigen zeitkritischen Entscheidungen und die Erstellung der Prognosen für den weiteren Verlauf. Als Beispiel sei der Fall von großflächigen Überflutungen angegeben, bei dem Evakuierungen vorbereitet werden müssen. Bei dem vorgeschlagenen Projekt sollen insbesondere weltraumgestützte Radar-Sensoren zum Einsatz kommen, die unabhängig vom Sonnenlicht und daher auch bei Nacht und Bewölkung arbeiten. Diese aktiven Sensoren senden Mikrowellen-Impulse aus, die Wolken, Nebel und Rauch durchdringen und unter allen Umwelteinflüssen ein qualitativ hochwertiges Bild der Erdoberfläche liefern. Deutschland hat mit dieser Technologie weltweit eine Spitzenposition inne. Die von EADS-Astrium gebauten TERRASAR-X und TANDEM-X Radarsatelliten stellen zivilen Nutzern Radar-bilder zur Verfügung, die mit einer geometrischen Auflösung von 1m an der Technologiespitze liegen.

Dokumentart:Konferenzbeitrag (Poster)
Titel:Monitoring der Verkehrswege mit Hilfe von Radarsatelliten
Autoren:
AutorenInstitution oder E-Mail-Adresse der Autoren
Runge, Hartmuthartmut.runge@dlr.de
Datum:5 Februar 2009
Referierte Publikation:Nein
In ISI Web of Science:Nein
Herausgeber:
HerausgeberInstitution und/oder E-Mail-Adresse der Herausgeber
NICHT SPEZIFIZIERTVDI Technologiezentrum
Status:veröffentlicht
Stichwörter:Sicherheitsforschung, Verkehrsinfrastruktur, Radar
Veranstaltungstitel:Sicherung der Warenketten
Veranstaltungsort:Bonn, Germany
Veranstaltungsart:Workshop
Veranstaltungsdatum:05. Feb. 2009
Veranstalter :VDI
HGF - Forschungsbereich:Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr
HGF - Programm:Verkehr
HGF - Programmthema:Verkehrsmanagement
DLR - Schwerpunkt:Verkehr
DLR - Forschungsgebiet:V VM - Verkehrsmanagement
DLR - Teilgebiet (Projekt, Vorhaben):V - TerraSAR-X Verkehrsprodukte (alt)
Standort: Oberpfaffenhofen
Institute & Einrichtungen:Institut für Methodik der Fernerkundung > SAR-Signalverarbeitung
Hinterlegt von: Hartmut Runge
Hinterlegt am:19 Nov 2009 07:42
Letzte Änderung:12 Dez 2013 20:45

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