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In welchen Situationen machen Fahrer welche Fehler? Ableitung von Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme durch In-Depth- Unfallanalysen

Briest, Susanne und Vollrath, Mark (2006) In welchen Situationen machen Fahrer welche Fehler? Ableitung von Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme durch In-Depth- Unfallanalysen. In: VDI-Berichte (1960), Seiten 449-463. VDI Verlag GmbH. Intergrierte Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme, 2006-10-12-2006-10-13, Wolfsburg. ISBN 3-18-091960-4. ISSN 0083-5560

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Kurzfassung

Die mit Abstand größte Fehlerquelle bei der Entstehung von Unfällen ist der Fahrer selbst. Nur ca. 5 Prozent aller Unfälle sind auf rein technisches Versagen zurückzuführen. An dieser Stelle setzt die Entwicklung der Fahrerassistenzsysteme (FAS) an, dem Fahrer durch Infor-mation, Warnung oder aktive Unterstützung zu einer sichereren Fahrzeugführung zu verhel-fen. Eine Voraussetzung hierzu ist die Analyse der einem Unfall vorausgehenden Handlun-gen des Fahrers und ihrer Ursachen, um gezielt die erkannten Defizite durch Assistenz zu verringern. Etwa 4500 Unfälle aus der Region Braunschweig wurden anhand von Modellen der mensch-lichen Informationsverarbeitung von Hacker [3] und Rasmussen [6] bezüglich der zugrunde liegenden Fehlhandlungen und ihrer Ursachen bei unterschiedlichen Unfalltypen analysiert. Die Analyse der Fehlhandlungen gibt Aufschluss darüber, welche Funktionalität das FAS aufweisen muss, um einen Unfall zu verhindern. Anhand der Ursachen dieser Fehlhandlun-gen lassen sich Rückschlüsse auf die Eingriffstrategie des FAS ziehen. Es zeigen sich insgesamt drei große Bereiche: (1) Eine Kreuzungsassistenz, die bevorrech-tigte Fahrzeuge und Radfahrer aus unterschiedlichen Richtungen erkennen kann, könnte 26.1% aller schweren Unfälle vermeiden. Die Ursachen für die Fehlhandlungen liegen hier vor allem im Bereich fehlender Wahrnehmung, so dass eine warnendes FAS bereits effektiv sein könnte. (2) Ein System zur Kollisionsvermeidung mit situationsabhängiger Abstands- und Geschwindigkeitsregelung, das stehende Fahrzeuge erkennt und den Fahrer beim Bremsen unterstützt, könnte 17.5% aller schweren Unfälle vermeiden. Da die Ursachen hier vor allem im Bereich von Fehlentscheidungen liegen, ist eine aktive Unterstützung durch ein FAS erforderlich. (3) Mit einem System zur situationsabhängigen Geschwindigkeitsregulation mit Unterstützung der Querführung ließen sich 20.4% der schweren Unfälle verhindern. Da die häufigsten Ursachen hier ebenfalls Fehlentscheidungen sind, ist ebenso eine aktive Un-terstützung des Fahrers erforderlich. Diesem Bericht liegen Teile der im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, vertreten durch die Bundesanstalt für Straßenwesen, unter FE-Nr.82.214 durchgeführten Forschungsarbeit zugrunde. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein beim Autor.

Dokumentart:Konferenzbeitrag (Vortrag, Paper)
Titel:In welchen Situationen machen Fahrer welche Fehler? Ableitung von Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme durch In-Depth- Unfallanalysen
Autoren:
AutorenInstitution oder E-Mail-Adresse der Autoren
Briest, SusanneNICHT SPEZIFIZIERT
Vollrath, MarkNICHT SPEZIFIZIERT
Datum:Oktober 2006
Erschienen in:VDI-Berichte
Referierte Publikation:Ja
In ISI Web of Science:Nein
Seitenbereich:Seiten 449-463
Herausgeber:
HerausgeberInstitution und/oder E-Mail-Adresse der Herausgeber
VDI Wissensforum, NICHT SPEZIFIZIERT
Verlag:VDI Verlag GmbH
Name der Reihe:VDI-Berichte
ISSN:0083-5560
ISBN:3-18-091960-4
Status:veröffentlicht
Stichwörter:Unfallanalysen, Fahrerassistenzsysteme, Anforderungen
Veranstaltungstitel:Intergrierte Sicherheit und Fahrerassistenzsysteme
Veranstaltungsort:Wolfsburg
Veranstaltungsart:nationale Konferenz
Veranstaltungsdatum:2006-10-12-2006-10-13
Veranstalter :VDI, VW
HGF - Forschungsbereich:Verkehr und Weltraum (alt)
HGF - Programm:Verkehr
HGF - Programmthema:keine Zuordnung
DLR - Schwerpunkt:Verkehr
DLR - Forschungsgebiet:V - keine Zuordnung
DLR - Teilgebiet (Projekt, Vorhaben):V -- keine Zuordnung
Standort: Braunschweig
Institute & Einrichtungen:Institut für Verkehrssystemtechnik > Institut für Verkehrsführung und Fahrzeugsteuerung > Automotive Systeme
Hinterlegt von: Susanne Briest
Hinterlegt am:19 Okt 2006
Letzte Änderung:27 Apr 2009 13:08

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